Cyber Resilience Act Response Center Kostenlos testenTesten

Allgemeine Geschäfts­bedingungen CRA Response Center

Stand: 19. Oktober 2026

1. Anbieter und Geltung

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über das Angebot "CRA Response Center" zwischen der WDM Webdesign München GmbH, Deisenhofener Str. 45, 81539 München ("wir") und ihren Kunden. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihnen ausdrücklich in Textform zustimmen.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, also an natürliche oder juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Verbraucher können keinen Vertrag schließen, ein Widerrufsrecht besteht nicht. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, als Unternehmer zu handeln.

2. Leistung

CRA Response Center ist eine Anwendung im Browser unter app.cra-response-center.com. Sie überwacht die Security-Postfächer des Kunden, die er per Weiterleitung an ein virtuelles Postfach bei uns anbindet. Die Leistung umfasst die Einordnung eingehender Mails mit festen Regeln und einer KI, die in Deutschland betrieben wird, die Benachrichtigung der vom Kunden eingetragenen Personen per E-Mail und auf Wunsch zusätzlich per SMS, die Anzeige der Fristen nach Artikel 14 der Verordnung (EU) 2024/2847 (Cyber Resilience Act) ab der vom Kunden bestätigten Kenntnis, einen Verlauf, der festhält, wer wann was getan hat, und die tägliche Prüfung der security.txt jeder eingetragenen Domain. Den genauen Funktionsumfang beschreibt die Anwendung.

Nicht zur Leistung gehören Rechtsberatung, die Entscheidung, ob ein Fall meldepflichtig ist, und die Meldung an Behörden, etwa an ENISA oder ein CSIRT; diese Meldung reicht der Kunde selbst ein. CRA Response Center ist ein privater Dienstleister, keine Behörde und mit keiner Behörde verbunden.

Die Einordnung durch Regeln und KI ist eine Hilfe, keine Gewähr. Sie kann irren und etwa eine wichtige Mail als unwichtig einstufen. Der Kunde bleibt dafür verantwortlich, eingehende Meldungen zu prüfen und seine Pflichten aus dem Cyber Resilience Act zu erfüllen. Das Original jeder Mail bleibt im Postfach des Kunden.

3. Vertragsschluss und Testzeitraum

Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde sich in der Anwendung registriert und dabei diese AGB und den Auftragsverarbeitungsvertrag annimmt; bei der Registrierung mit Passwort zusätzlich, sobald er seine E-Mail-Adresse bestätigt. Die Registrierung ist auch mit einem Google- oder Microsoft-Konto möglich.

Die ersten 30 Tage ab der Registrierung sind kostenlos (Testzeitraum). Bei der Registrierung hinterlegt der Kunde Zahlungsdaten bei unserem Zahlungsdienstleister Stripe. Hat er sie bis zum Ende des Testzeitraums hinterlegt, geht der Testzeitraum ohne weitere Erklärung in das kostenpflichtige Abo über. Hat er sie nicht hinterlegt, endet der Zugang mit dem Testzeitraum: Die Überwachung wird eingestellt, bis Zahlungsdaten hinterlegt sind. Wer innerhalb des Testzeitraums kündigt, zahlt nichts.

4. Preise und Zahlung

Das Entgelt beträgt 190 Euro im Monat je Domain mit einem überwachten Postfach und 30 Euro im Monat für jedes weitere Postfach derselben Domain. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Hat der Kunde seinen Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union und gibt er eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer an, wird ohne deutsche Mehrwertsteuer abgerechnet; die Steuer schuldet dann der Kunde (Reverse Charge).

Abgerechnet wird monatlich im Voraus über Stripe, per Karte oder SEPA-Lastschrift. Die Rechnung erhält der Kunde per E-Mail. Fügt der Kunde Domains oder Postfächer hinzu oder entfernt er sie, wird das Entgelt für den laufenden Monat anteilig angepasst.

Wir können die Preise mit einer Ankündigung von mindestens 30 Tagen in Textform ändern. Der Kunde kann bis zum Inkrafttreten der Änderung kündigen; darauf weisen wir in der Ankündigung hin. Kündigt er nicht, gelten die neuen Preise ab dem angekündigten Zeitpunkt.

5. Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Der Kunde kann jederzeit in der Anwendung unter Einstellungen > Abo kündigen. Das Abo endet sofort, danach wird nichts mehr abgebucht. Bereits bezahlte Zeiträume, auch der laufende Monat, werden nicht erstattet. Mit der Kündigung werden das Konto und die Daten des Kunden gelöscht, ausgenommen Angaben, die wir aufgrund gesetzlicher Pflichten aufbewahren müssen, etwa Rechnungen.

Wir können den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen in Textform kündigen. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde die Anwendung missbraucht (Abschnitt 6) oder mit der Zahlung in Verzug ist. Bei Zahlungsverzug können wir den Zugang stattdessen sperren, bis die Zahlung eingegangen ist.

6. Pflichten des Kunden

Der Kunde richtet die Weiterleitung seiner Security-Postfächer an das virtuelle Postfach ein und hält sie funktionsfähig; Mails, die nicht weitergeleitet werden, kann die Anwendung nicht sehen. Er trägt die zu benachrichtigenden Personen mit aktuellen E-Mail-Adressen und Mobilnummern ein, pflegt diese Angaben und sorgt dafür, dass die eingetragenen Personen erreichbar sind und Benachrichtigungen lesen.

Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und teilt uns einen Verdacht auf Missbrauch unverzüglich mit. Er nutzt die Anwendung nicht missbräuchlich, bindet insbesondere keine Postfächer fremder Domains an, verarbeitet darüber keine rechtswidrigen Inhalte und stört oder greift die Anwendung nicht an.

Nach der Einrichtung und nach wesentlichen Änderungen an Weiterleitung oder Personen löst der Kunde einen Probealarm aus und prüft, ob alle Eingetragenen ihn erhalten haben.

7. Verfügbarkeit und Änderungen

Wir bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit der Anwendung, sagen aber keine bestimmte Verfügbarkeit zu. Unterbrechungen können insbesondere durch Wartung, Störungen bei Dritten, etwa in Mobilfunk- und E-Mail-Netzen, oder höhere Gewalt entstehen. Wartungsarbeiten legen wir nach Möglichkeit in Zeiten geringer Nutzung.

Wir entwickeln die Anwendung weiter und dürfen Funktionen ändern, ergänzen oder ersetzen, soweit die Leistung nach Abschnitt 2 im Kern erhalten bleibt und die Änderung für den Kunden zumutbar ist. Änderungen dieser AGB teilen wir mindestens 30 Tage vor ihrem Inkrafttreten in Textform mit; der Kunde kann bis dahin kündigen.

8. Datenschutz

Soweit wir für den Kunden personenbezogene Daten verarbeiten, etwa in den weitergeleiteten Mails oder bei den eingetragenen Personen, tun wir das als Auftragsverarbeiter nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, den der Kunde bei der Registrierung in der Anwendung abschließt. Die Verarbeitung findet in Deutschland statt. Die Zahlung wickelt Stripe als eigener Verantwortlicher ab. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.

9. Haftung

Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit wir eine Garantie übernommen haben.

Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist dann auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf die Entgelte, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlt hat.

Soweit gesetzlich zulässig, haften wir nicht für versäumte Fristen und daraus folgende Schäden, wenn sie darauf beruhen, dass der Kunde eine Benachrichtigung verspätet zur Kenntnis nimmt, Mails beim Kunden nicht an das virtuelle Postfach weitergeleitet werden, die KI eine Mail falsch einordnet oder Mobilfunk- und E-Mail-Netze außerhalb unseres Verantwortungsbereichs ausfallen.

Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten unserer gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.

10. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand München.

Erklärungen zum Vertrag bedürfen der Textform, etwa per E-Mail, soweit diese AGB nichts anderes vorsehen; für die Kündigung durch den Kunden genügt die Kündigung in der Anwendung.

Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Diese AGB gibt es auf Deutsch und auf Englisch. Maßgeblich ist die deutsche Fassung.